BuFaTa Hamburg 2026 Übersichtsplan

Allgemeine Regeln:

  • Bier/Alkohol nur an bestimmten Orten und Zeiten. Bitte KEIN Bier in den Workshop/Vorträgen, Hörsälen etc. Geomatikum ist bierfreie Zone.
  • Auf dem Campus und in den AStA Räumlichkeiten ist Bier kein Problem. Dort wird versucht, eine Bar einzurichten, bei der zu den meisten Zeiten Bier und andere Getränke geholt werden können.
  • In bei der Unterkunft bitte ebenfalls keine alkoholischen Getränke und nur Plastikflaschen in der Halle.
  • KEIN Stickern!

Am Abreisetag: Die Unterkünfte müssen bis 09:00 Uhr geräumt sein!

Awareness-Team:

+4915730164899

Bei Fragen oder Unklarheiten bitte die WhatsApp-Gruppe benutzen oder die Gruppenadmins kontaktieren.

 
Im Notfall:
Rettungsdienst/Notarzt: 112
KV-Notarztdienst: 116 117
Giftnotruf: 0361 730730
Unterkunft

Sporthalle Wandsbek (befindet sich hinter der großen Sporthalle, rechts bei einem Seiteneingang, unweit von einem daran angeschlossenen Schulgelände) 

Rüterstraße 75, 22041 Hamburg

Aufenthaltsraum
AStA Räume Komplex (gegenüber vom Blattwerk) VMP 5, Von-Melle-Park 5, 20146 Hamburg
Handy laden
Am Helpdesk Sporthalle Wandsbek AStA Räume und Uni Räume
Helpdesk

Sporthalle Wandsbek

Rüterstraße 75, 22041 Hamburg

Zu den Eventzeiten:

VMP 5, Von-Melle-Park 5, 20146 Hamburg

Essen

Räume: t.b.a

Parkplatz

Es gibt genügend Parkplätze an der Unterkunft.

Duschen

In der Unterkunft:

Rüterstraße 75, 22041 Hamburg

Duschzeiten:

Mi., Do.: 5-11 Uhr

Fr.: 5-11 Uhr und 15-19 Uhr

So.: 5-12 Uhr

Das A-Team
Ihr erkennt das Awareness-Team an ihren Regenbogen-Armbinden  🙂

Ihr könnt euch auch jederzeit an die helfenden Menschen wenden, sie werden euch aus unangenehmen Situationen holen, euch in einen geschützten Raum bringen und das Awarenesteam für euch kontaktieren.

Awareness?
Keine Party ohne A-Team. Wir wollen, dass ihr euch bei unserer Veranstaltung wohlfühlen könnt. Sei es durch die Atmosphäre, aber auch durch die Sicherstellung eines möglichst sicheren Raums. Leider gibt es immer wieder Personen, deren Verständnis von „eine gute Zeit haben“ andere darin beeinträchtigt diese zu haben. Dies kann z.B. durch übergriffiges/grenzüberschreitendes und/oder diskriminierendes Verhalten geschehen. Auch ist das Geschehene oft unbeabsichtigt und betroffenen Personen ist es nicht bewusst, grenzüberschreitendes Verhalten gezeigt zu haben. Daher ist  für euch ein A-Team im Einsatz, um allen eine schöne Veranstaltung zu ermöglichen.
Wichtige Dinge, an die ihr denken solltet: 
  • Ausweisdokumente (Personalausweis/Reisepass, Führerschein)
  • Bargeld 
  • Isomatte & Schlafsack
  • Leckeres für den Regionalabend am Mittwoch
  • Handtuch & Badelatschen
  • Zahnputzzeug & Duschgel
  • Hygieneartikel
  • Festes Schuhwerk für Exkursionen
  • Brotdose
  • Wasserflasche
  • Campinggeschirr
  • Schreibzeug und/oder Laptop
  • Taschenlampe
  • Bargeld
  • Sonnencreme
  • Umhängeband für dein Namensschild
  • Wetterfeste Kleidung (in Hamburg is eigentlich immer nass und kalt)
  • Eigener Bedarf (z. B. Medikamente, etc.)
  • Motivation, Toleranz & Respekt
  • 1-2 Kästen regionales Bier pro Fachschaft für den Icebreaker am Mittwochabend
  • ganz viel gute Laune

Brauchtum heute? Eine kleine Geschichte zum Steiger

Auf den folgenden Seiten kannst du den Steiger lesen und wirst ihn hoffentlich mit anstimmen können. Hast du dir aber überlegt was du dort singst oder fühlst du dich gar von gewissen Passagen angegriffen? Kennst du den Steiger vielleicht schon aber hast ihn bisher nur mit Pop und Schlagersmusik in Verbindung gebracht. Auf Parteitagen vernommen aber fragst dich immer noch warum und wieso? Dieser kleine Text soll dir helfen dieses alte und eigentlich traurige Lied zu erklären.

Das Lied ist ein Resultat aus etlichen Varianten, welche alle auf eine Ballade aus der Mitte des 16.Jhd basieren („Ein Mägdelein soll früh aufstehn“). Es handelt im Groben davon, dass eine Frau den Tod ihres Mannes unter Tage betrauert. Dies war recht häufig und auch heute noch sterben etliche Kumpel und kehren nicht mehr über Tage zurück. Es ist ein anstrengender und gefährlicher Beruf und welch bessere Möglichkeit gibt es, um sich aufzuheitern als das Singen? Darum hatte sich ab dem 16. Jhd ein Gros an Bergreyhen – also Bergmannsliedern entwickelt. Unser Steiger fing früher noch mit „Steh auf – der Steiger kommt“ oder „wach auf“ „auf auf“, denn damals fing die Schicht um 04 Uhr an und etliche Menschen sind unter Tage eingeschlafen. Wurde man dabei vom Steiger, also dem Vorarbeiter, erwischt wurde der Lohn gekürzt. Darum halfen sich die Kumpel und riefen sich diese Warnung zu. Kein Wunder also, dass sich ein Lied nicht durchsetzt, welches dich daran erinnert, das du heute Morgen weniger Lohn erhalten hast. So etwa ab der Mitte des 19Jhd
hatte man dann das „Wach auf“ mit dem etablierten Gruß und Glückwunsch, dem „Glück auf“ ersetzt. Nun war die bekannte „Urform“ des Liedes entstanden und hatte sich bald überall durchgesetzt.

Es waren die Bergleute aus dem Erzgebirge, welche dann mit ihren Kapellen losgezogen sind, um dieses Lied in anderen Revieren zu verbreiten. Als ihre Gruben geschlossen wurden taten sich die Herrenkapellen zusammen und zogen nur noch im vollen Ornat durch die Region um ihre „Reyhen“ zu verbreiten. Somit konnte der Siegeszug des Steigerliedes beginnen. Quasi alle Zechen und Reviere hatten dieses Lied angenommen und mit der Zeit ihre eigenen Versionen entwickelt. Daher haben wir diese ursprüngliche Version mit ihren 6 Strophen gewählt um möglichst nahe an der Entstehung zu bleiben. Alle folgenden Strophen wurde später hinzugedichtet und enthalten teils derbe Sprache, repräsentieren aber eine bestimmte Berufsgruppe, wie z.B. die Berg- und Hüttenleute. Diese so genannten Fakultätsstrophen haben eine Vielfalt angenommen so dass fast jeder Berufszweig am Lied teilnehmen kann und sollte das nicht der Fall sein, gibt es die letzte Strophe für die „andern Leut“.

Urschrei (überliefert per Geschiebe aus dem Präkambrium)

Wir treffen uns zum Bergfest hier,
In München zur BuFaTa.
Wir lachten viel und tranken Bier
Doch sind wir nur zum Spaße da?

Die Antwort ist natürlich JA!

Publikum: (NEIN!) Sprecher: [DOCH!] ALLE: Oooh!

Wir lernen neue Leute kennen,
Und wir sind all‘ zusammen da
Um uns als Geos zu bekennen.

Publikum: (Huiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiii!!!!)

Das Diskutier’n neuer Ideen
Das Klären vieler offner Fragen
Und jeden Morgen aufzustehen
Das muss nicht heißen sich zu plagen.

Publikum: (aufgeregtes Geraune)

Zusammen haben wir viel gesehen
Als wir auf Exkursionen gingen
Zusammen wollen wir nun stehen
Um dann die Bergleut‘ zu besingen.

Wir wollen derer nun gedenken
Bei denen unsre Wurzeln sind
Und ihnen unsre Stimmen schenken
Drum stimmt den Steiger an geschwind!

Anstimmen des Steigerliedes

Das Steigerlied in 6 Strophen

Glück auf, Glück auf, der Steiger kommt.
|: Und er hat sein helles Licht bei der Nacht 😐
|: schon angezünd’t 😐
Schon angezünd’t! Das gibt ein’n Schein,
|: und damit so fahren wir bei der Nacht, 😐
|: ins Bergwerk ein 😐
Ins Bergwerk ein, wo die Bergleut‘ sein,
|: die da graben das Silber und das Gold bei der Nacht 😐
|: aus Felsgestein 😐
Aus Felsgestein graben wir das Gold,
|: doch dem schwarzbraunen Mägdelein, bei der Nacht, 😐
|: dem sein wir hold 😐
Ade, nun ade! Lieb‘ Schätzelein!
|: Und da drunten im tiefen finst’ren Schacht 😐
|: da denk‘ ich dein 😐
Und kehr ich heim, zum Schätzelein,
|: dann erschallet des Bergmanns Gruß bei der Nacht, 😐
|: Glück auf, Glück auf! 😐
Die einzelnen Fakultätsstrophen
Der ausrichtende Präsident der BuFaTa fragt das Publikum:
„Sind: _________ anwesend?“
Die Angesprochenen antworten: „sunt!“ und stimmen ihre jeweilige Strophen an.
Jede Strophe beginnt mit:
Wir ______’s Leut, sein’s kreuzbrave Leut….
und endet mit:
|: … und saufen’s aus 😐
Geologen:
Denn wir haben krumme Beine und den Rucksack voller Steine
Mineralogen
Denn wir machen dünne Schliffe und benetzen sie mit Schiffe
(Denn wir hocken froh hier alle und erforschen die Kristalle)
Paläontologen
Denn wir sammeln Ammoniten und verbreiten üble Sitten
Geophysiker
Denn wir schießen in die Röhren um den Westempfang zu stören
Sonstige Studierende der Geowissenschaften („Wir sonstigen Leut’“)
Wir sind ’s fünfte Rad am Wagen und das könn’mer nicht ertragen.
Die anderen Leut‘
Denn wir tragen zwar kein Leder aber saufen tut ein jeder.
|: Und wir saufen auch! 😐

Die Barbara verlässt das GEO nicht!
  1. Die Würde der Barbara ist unantastbar.
  2. Alle Regeln gelten immer für den aktuellen Halter der Barbara.
  3. Niemand und Nix sollte beschädigt werden oder werden müssen.
  4. Die Barbara bleibt immer in der Box.
  5. Die Barbara ist nach dem Ur-Schrei zum Klau freigegeben.
  6. Die Barbara wird zum Abschlussplenum ausgelöst.
  7. Die Barbara und deren derzeitiger Besitzer muss zu jedem Plenum und Abendessen bekannt sein.
  8. Die Barbara sollte nach Möglichkeit trocken untergestellt werden
  9. Die Barbara darf nicht *abgeschlossen sein.
  10. Die Barbara-Auslöse-Forderung muss immer zeitnah geschehen, spätestens aber am Samstagmorgen zum Beginn des Frühstücks und die Barbara darf ab Beginn des Frühstücks nicht mehr geklaut werden.
  11. Die Barbara-Auslöse-Forderung gilt nur mit Nachweis des Besitzes.
  12. Die Auslöse-Forderungen müssen immer für die ausrichtende Fachschaft machbar und bis zum Abschlussplenum umsetzbar sein. Außerdem sollte es nichts sein, dass ein Großteil der ausrichtenden Fachschaft involviert werden muss.
 
*abgeschlossen, zugeschlossen, weggeschlossen, angeschlossen etc.

1        Geomatikum H2, 15 Uhr, Laura, Rene, Kowa und Knell (Altlasten)

Titel: Arbeitsbilder in den Geowissenschaften:

Beschreibung: Ihr wisst noch nicht in welche Richtung ihr euch spezialisieren wollt oder in welchem Bereich ihr mit eurem Abschluss arbeiten könnt? Wir „Altlasten“ stellen euch eine kleine Auswahl von verschiedenen Arbeitsfeldern in den Geowissenschaften vor, welche euch nach dem Studium erwarten können.

 

2        Geomatikum H5, 15 Uhr, Casey/Tim (Fsr Hamburg)

 

Titel: Masterstudium und Studentische Forschungsprojekte an der Uni Hamburg

Beschreibung: Wir wollen euch den (Master)Studienstandort Hamburg vorstellen! Welche Schwerpunkte gibt es bei uns und wie ist das Studium aufgebaut? Welche Exkursionen werden angeboten und wie ist die Perspektive in Hamburg nach dem Studium? Vielleicht überlegt ja sogar die eine oder der andere ihren Master in Hamburg zu machen. Außerdem wollen wir euch zeigen, wie die Uni Hamburg eigenständige Forschung schon im Studium ermöglicht. Wir haben über das letzte Jahr Förderung aus Exzellenzmitteln für ein studentisches Forschungsprojekt erhalten und wollen euch von unseren Erfahrungen berichten. Eins können wir schonmal verraten: Es war turbulent aber wir haben viel gelernt!

 

3        Geomatikum H6, 15 Uhr, Daniel Schwarze

Titel: Der Einfluss organischer Substanz auf den Wasserhaushalt von Sandböden und dessen Bedeutung für zukünftige Klimaszenarien

Beschreibung: Organische Substanz kann die Wasserspeicherung von Sandböden verbessern und damit potenziell die Auswirkungen zunehmender Dürren unter zukünftigen Klimabedingungen abmildern. Gleichzeitig beeinflusst sie jedoch auch die Wasserverteilung im Boden sowie Prozesse wie Evaporation, Hydrophobizität und Hysterese. Mithilfe empirischer Messungen und Modellierungen wird untersucht, wie organischer Kohlenstoff und seine Fraktionen die Wasserretention und den Bodenwasserhaushalt in Sandböden unter verschiedenen Klimaszenarien beeinflussen.

 

4        Geomatikum H2, 16 Uhr, Dr. David Holl

Titel: Die Rolle von Mooren und anderen Feuchtgebieten im Klimasystem

Beschreibung: Mooren und anderen Feuchtgebieten kommt eine besondere Rolle im Klimasystem zu. Obwohl sie nur einen vergleichsweise geringen Flächenanteil der Landökosysteme ausmachen, spielen sie eine entscheidende Rolle im globalen Kohlenstoffkreislauf. Langfristig wassergesättigte Bodenbedingungen führen zu einem Ungleichgewicht zwischen Produktion und Abbau organischer Substanz. Lebendige Moore fixieren so aktiv Kohlendioxid aus der Atmosphäre und wirken klimakühlend. Sowohl die Nutzungvon Mooren wie auch eine anschließende Wiedervernässung beeinflussen die Klimabilanz dieser Ökosysteme so entscheidend, dass Maßnahmen zur Landnutzung (sowie deren Änderung und Anpassung) potentiell wirkmächtige Hebel des natürlichen Klimaschutzes sind. Dies gilt, sofern die Interaktion von Hydrologie, Vegetation, Torfeigenschaften und -wachstum mit der Treibhausgasdynamik von Mooren im Allgemeinen und standortspezifisch ausreichend verstanden ist. Von diesem aktiven Forschungsfeld wird David Holl berichten.

 

5        Geomatikum H5, 16 Uhr, Dr. Niko Lahajnar

Titel: Marine Biogeochemie in der Praxis: Schiffsexpeditionen weltweit

Beschreibung:  Ungefähr 70 % der Erdoberfläche sind von Ozeanen bedeckt. Daher ist es nur folgerichtig, dass die Hydrosphäre im Studium einen wichtigen Platz einnimmt, um die Geowissenschaften besser zu verstehen. Die Marine Biogeochemie beschäftigt sich dabei mit den vergangenen und aktuellen Stoffkreisläufen in den Meeren, denn letztlich endet alles in den Ozeanen, jedoch durch ganz unterschiedliche Prozesse. Die Erforschung dieser Prozesse ist spannend, intensiv und facettenreich, aber zugleich auch herausfordernd und sehr aufwendig. Dieser Vortrag gibt einen direkten Einblick in die wissenschaftlichen Aktivitäten auf Forschungsschiffen, zeigt die Vielfalt der Betätigungsfelder und wie Forschung auf den Meeren in der Realität aussieht.

 

6        Geomatikum H6, 16 Uhr, Melanie Sander

Titel: Zwischen Moor, Meer und Megaprojekt: Ingenieurskunst auf dem Weg zum Fehmarnbelt

Beschreibung: Ein Projekt der Deutschen Bahn zum Neubau der Anbindung zum Fehmarnbelttunnel nach Dänemark auf deutscher Seite, welches das drittgrößte Infrastrukturprojekt Europas derzeit darstellt wird vorgestellt. Es werden die geologischen Besonderheiten der Ostseeregion und Fehmarn hervorgehoben sowie die bautechnischen Herausforderungen und Ingenieurbauwerke auf dem Weg zum Tunnel vorgestellt.

 

7        Geomatikum H2, 17 Uhr, Prof. Dr. William Foster

Titel: Testing predicted ecological responses to major climate warming

Beschreibung: Die Auswirkungen des Klimawandels werden voraussichtlich zu erheblichen ökologischen Veränderungen in marinen Ökosystemen führen. Insbesondere wurden deutliche Abnahmen der Körpergröße sowie eine Verschiebung von Arten in Richtung der Pole prognostiziert. Eine Möglichkeit, diese Vorhersagen zu überprüfen, besteht darin, das Gesteins- und Fossilarchiv zu nutzen, das eine Vielzahl von Klimaveränderungsereignissen mit unterschiedlichen Geschwindigkeiten und Ausmaßen bewahrt. In dieser Studie verwenden wir permisch-triassische Abfolgen, um die Dynamik der Körpergrößen sowie die latitudinale Migration mariner Ektothermen während eines Klimawärmeereignisses mit hoher Geschwindigkeit und großer Intensität zu untersuchen. Unsere Forschung zeigt, dass die permisch-triassischen Abfolgen schwer für die Untersuchung dieser Fragestellungen zu nutzen sind, da hohe Aussterberaten es erschweren, Arten vor, während und nach der Klimaerwärmung nachzuverfolgen. Allerdings wurden marine Arten, die die Klimaerwärmung überlebt haben, in vier Regionen gefunden (Svalbard, Italien, Türkei und Südchina), und unsere Ergebnisse zeigen: (1) Muschel- und Ostrakodenarten aus niedrigen Breiten zeigten keine Abnahme der Körpergröße. (2) Foraminiferenarten zeigen hingegen eine Abnahme der Körpergröße, die mit Temperatur- und Nährstoffstress in Verbindung gebracht werden kann. (3) Viele Arten aus verschiedenen marinen Gruppen zeigten eine Wanderung in Richtung der Pole. Zusammenfassend zeigt dies, dass die vorhergesagte Reaktion auf den Klimawandel nicht widerlegt werden kann, jedoch deutlich differenzierter ist als bisher angenommen.

 

8        Geomatikum H5, 17 Uhr, Prof. Dr. Gerhard Schmiedl / Dr. Yvonne Milker

Titel: Foraminiferen als Umwelt- und Klimaanzeiger

Beschreibung: Foraminiferen sind marine Einzeller, deren kalkige oder agglutinierende Gehäuse häufig als Mikrofossilien in Sedimenten überliefert werden. In unserer Arbeitsgruppe untersuchen wir die Verbreitungsmuster heutiger Foraminiferen in Küstenregionen und Tiefseeökosystemen, um deren Ökologie besser zu verstehen. Dieses Wissen wenden wir dann auf fossile Faunen aus Sedimentkernen und Aufschlüssen an, um vergangene Umwelt-, Klima- und Meeresspiegel-Änderungen zu rekonstruieren. Anhand von einigen Projektbeispielen geben wir Einblicke in unsere Arbeitsweise und wissenschaftlichen Fragstellungen.

 

9        Geomatikum H6, 17 Uhr, Dr. Frank Ihle

Titel: Geowissenschaftler:Innen im Berufsleben: Arbeiten im Ingenieurbüro – Eine Perspektive aus der ingenieurgeologischen Praxis

Beschreibung: Spätestens gegen Ende des Masterstudiums stellt sich für Studierende die Frage, was sie nach Abschluss des Studiums tun möchten. Im Vortrag werden Perspektiven und Wahlmöglichkeiten im Berufsleben aufgezeigt. Es werden konkrete Einblicke in den Berufsalltag im Ingenieurbüro gegeben und Praxisprojekte vorgestellt. Es schließen sich Tipps für das Berufsleben und eine gemeinsame Diskussion an

Generelle Info: Bei den Exkursionen darf kein Alkohol konsumiert werden

Exkursion 1: Eiszeitliche Landschaftsbildung und Entwicklung des Hamburger Südens mit ehem. Braunkohlebergwerk Robertshall

Exkursionsleitung: Quentin Uttke

Anreise: Öffentlicher Nahverkehr (Bahn und Bus)

Personenzahl: 20 aber flexibel

Treffpunkt und Start: Helpdesk Unterkunft Wandsbeker Sporthalle um 08:00

Beschreibung: Hamburg und Bergwerke passen nicht zusammen? Falsch gedacht! Besucht mit uns das Denkmal des ehemaligen Braunkohlebergwerks Robertshall und findet heraus, welche Spuren sich bis heute vom Untertagebau entdecken lassen. Im Anschluss erklimmen wir den topografisch höchsten natürlichen Punkt Hamburgs, den Hasselbrack mit stolzen 116 Höhenmetern. Dabei lassen sich die von den Eiszeiten geprägten Harburger Berge bewundern, die uns auf unserem Wanderweg begleiten werden. Im letzten Drittel unserer Wanderung betreten wir die Fischbeker Heide, welche mit 763 Hektar ebenfalls zu den größten Naturschutzgebieten der Hansestadt gehört. Zum krönenden Abschluss kehren wir in das von der Loki-Schmidt-Stiftung unterhaltene Fischbeker Heidehaus ein, in dem eine Ausstellung zur Biodiversität, Landschafts- und Kulturgeschichte der Heide auf uns wartet.

Wichtige Hinweise:

–          Wir werden eine Gesamtwanderlänge von ungefähr 10 km zurücklegen

–          Bitte für wetterfeste Kleidung und ordentliches Schuhwerk sorgen

–          Im Wald gibts keinen Supermarkt, Lunchpaket wird empfohlen. Bei Getränken und Snacks sind keine Grenzen gesetzt, vorausgesetzt der Müll landet nicht in der Natur und die Teilnehmenden bleiben in einem wanderfähigen Zustand

–          Körperliche Kondition um 10 km zu wandern wird ebenfalls vorausgesetzt

–           Es wird während der Exkursion nur am Fischbeker Heidehaus erweiterte Toilettenmöglichkeiten geben, zwischendurch muss sich in der Natur beholfen werden

Exkursion 2: Liether Kalkgrube: Einzigartiger Permaufschluss in Norddeutschland

Exkursionsleitung: Prof. Dr. Gerhard Schmiedl und PD Dr. Sebastian Lindhorst

Anreise: Fahrgemeinschaften/Busse

Personenzahl: 20

Treffpunkt und Start: 10:00 Uhr, Parkplatz Liether Kalkgrube (Heideweg 14, 25336 Klein Nordende)

Beschreibung: Auf der Exkursion in die Liether Kalkgrube erkunden wir ein einzigartiges Fenster in die Erdgeschichte Schleswig-Holsteins. Die Grube zeigt permische Gesteine von bis zu etwa 260 Millionen Jahren Alter sowie Strukturen, die durch den Aufstieg eines Salzstocks entstanden sind. Besonders gut lassen sich dabei Lagerungsstörungen, Gipskörper, der Kupferschiefer und die Schichtenfolge des Rotliegend beobachten.

Wichtige Hinweise:

 – Festes Schuhwerk und wetterfeste Kleidung

– Lupe und Feldbuch

– ggf. Fernglas

– KEIN Hammer (Geotop!)

Weitere Links:

https://www.lietherkalkgrube.de

 

Exkursion 3: Land unter? – Erosion, Sturmfluten und der Kampf ums Ufer Exkursionsleitung: (Marike Wolf)

Anreise Öffentlicher Nahverkehr (Bahn und Bus)

Personenzahl: 20 (flexibel)

Treffpunkt und Start: Helpdesk Unterkunft Wandsbeker Sporthalle um 08:00

Standort: Steilküste bei Kiel

Beschreibung: Die Steilküste bei Kiel ist kein statisches Gebilde, sondern eine der dynamischsten Landschaften Norddeutschlands. Wir betrachten die Prozesse der marinen Abrasion und der subaerischen Hangabtragung. Wie wirken sich die immer häufigeren Ostsee-Sturmfluten auf die Stabilität des Kliffs aus? Wo ziehen wir die Grenze zwischen natürlicher Dynamik und notwendigem Küstenschutz?

Wichtige Hinweise:

–          Bitte achtet auf Wind- und Wetterfeste Kleidung + Schuhwerk, welches dreckig werden kann

–          Wir gehen am Strand entlang, ein Lunchpaket und Trinken werden empfohlen

Exkursion 4: Reise durch die Erdgeschichte mit anschließender Stadtführung

Exkursionsleitung: Dr. Ulrich Kotthoff, Caroline Suchau, Jonas Leonhardt

Anreise: Öffentliche Verkehrsmittel

Personenzahl: 25-30

Treffpunkt und Start: 10:00 Uhr, Museum der Natur: Geologie/Paläontologie, Bundesstraße 55, 20146 Hamburg

Beschreibung: Ulrich Kotthoff vom Leibniz-Institut zur Analyse des Biodiversitätswandels gibt in einer Museumsführung einen Überblick über die Erdgeschichte aus „Hamburger Sicht“. Dabei spielen die geologischen Besonderheiten in Norddeutschland und rund um Hamburg eine wichtige Rolle – eiszeitliche Geschiebe, Salzstöcke, Meeresspiegelschwankungen… Einige Hamburger geowissenschaftliche Forschungsschwerpunkte werden auch vorgestellt.

Nach dem Museum wollen wir euch die schönsten Seiten von Hamburg zeigen!

Wir führen euch durch die Stadt, entlang einer Route, die euch hoffentlich davon überzeugt, dass Hamburg die schönste Stadt in Hamburg ist. Dabei zeigen wir euch nicht nur die Landseite, sondern wollen mit euch auch aufs Wasser – Denn nichts spricht so sehr für Hamburg, wie eine Bootstour auf der Elbe! Neben weltbekannten Orten wollen wir auch ein paar Geheimtipps besuchen und die Geschichte und Geologie von Hamburg erkunden. Das alles ganz entspannt und bei (hoffentlich) schönem Wetter…

Wichtige Hinweise:

Exkursion 5: Die deutsche Nordseeküste – Marschregion im Wandel der Zeit

Exkursionsleitung: Leonie Hecker, Mia Teichert

Anreise: Fahrgemeinschaften/ Autos

Personenzahl: 20

Treffpunkt und Start: 08:00 Uhr bis 17:30 Uhr, Unterkunft (Rüterstraße 75, 22041 Hamburg)

Beschreibung: Die Exkursion beleuchtet die Entwicklung der nordfriesischen Marschlandschaft von ihrer Entstehung nach der letzten Eiszeit bis zur Gegenwart. Im Fokus steht das dynamische Zusammenspiel aus natürlichen Sedimentationsprozessen und verheerenden Sturmfluten, die das Landschaftsbild über Jahrhunderte radikal geformt haben. Dabei wird erklärt, wie die fruchtbaren Marschböden entstanden sind und was diese bodenkundlich von anderen Regionen unterscheidet. So soll ein Einblick in die geologische Geschichte und die dynamische Veränderung der Küstenlinie entstehen. Ein weiterer Schwerpunkt ist die Rolle des Menschen, der durch Deichbau und Landgewinnung seit Jahrhunderten massiv in diese Prozesse eingegriffen hat. Betrachtet wird der historische Küstenschutz sowie die heutigen Herausforderungen durch den Klimawandel und den steigenden Meeresspiegel.

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